mord & totschlag

Verschwörung an der Spree (30)

Sonntag, 13. Januar 2013 von Ulli

- Wohin wollen Sie?
- Einfach geradeaus!
- Stellen Sie sich!
- Andernfalls werde ich erschossen?
- Warum wollen die Sie erschießen?
- Ich sage Ihnen drei Namen. Recherchieren Sie die. Aber verwischen Sie besser Ihre Webadresse. Peter Biner. Hajo Stark. Peter von Berson…

 


Verschwörung an der Spree (29)

Dienstag, 11. Dezember 2012 von Ulli

…Mehrere Bundespolizisten standen mit entsicherten Maschinenpistolen an der Ausfahrt der Tiefgarage. Birgit Allenare zeigte ihre Identitätskarte des LKA Berlin. Der Kollege warf einen Blick auf das Passfoto und winkte ihr weiterzufahren.
Sie fuhren aus der Parkgarage heraus auf die Leipziger Straße.
- Geht doch, sagte von Blaustücken.
Überall Polizei. Kollegen mit Maschinenpistolen. Dutzende Fahrzeuge. Blaulicht in der Nacht. Die Kommissarin sah erste Kamerateams. Sie fuhren um den Alexanderplatz herum, kamen auf den Mühlendamm und überquerten die Spreebrücke. Kolonnen von Bundespolizei kamen ihnen entgegen…

 

 

 

siehe auch: Lektüreprobe “Berliner Blut”.

 


Verschwörung an der Spree (28)

Samstag, 01. September 2012 von Ulli

… – Wohin?, fragte Birgit Allenare.

Von Blaustücken deutete vage geradeaus.

Sie fuhr los, über das Parkdeck, Pfeile verwiesen in Richtung Ausfahrt. In einem engen Tunnel ging es in Kreisen aufwärts. Eine Metalltür öffnete automatisch und sie erreichten den öffentlich zugänglichen Bereich der Tiefgarage des Shopping Paradieses. Wieder verwiesen Pfeile in Richtung Ausfahrt. Birgit Allenare fuhr zwischen den abgestellten Fahrzeugen und hinauf zu den oberen Decks.

- Halten Sie Ihren Ausweis bereit!, kommandierte Blaustücken. Er verbarg die Beretta, die noch immer auf die Niere der Kommissarin zielte, im Ärmel seines Mantels. – Dort vorn müssten ihre Kollegen stehen.

- Alles klar…

Zwei uniformierte Polizeibeamte waren mit schweren Maschinenpistolen bewaffnet an der Ausfahrt der Garage postiert…

Berlin, Gendarmenmarkt


Verschwörung an der Spree (27)

Mittwoch, 11. Juli 2012 von Ulli

…Rasch warf Birgit Allenare das zersplitterte Glas auf den Fußboden. Dann stieg sie in das Coupe und rutschte zur Fahrerseite hinüber.

Von Blaustücken setzte sich neben sie und zog die Wagentür zu.

- Schließen Sie ihn kurz!

Allenare warf ihm einen raschen Blick von der Seite zu. Er schien zu allem entschlossen. Die Beretta zielte auf ihre rechte Niere.

- Hören Sie…, setzte sie an.

Er verstärkte den Druck der Waffe. Sie riss das Plastik unterhalb des Armaturenbretts heraus. Es war nicht schwierig, den Wagen kurz zu schließen. Der Motor startete und sie brach mit einem harten Ruck die Wegfahrsperre des Lenkrades. Ein Alarmsignal ertönte schrill und nervig. Sie riss weitere Kabel heraus, bis es aufhörte…

siehe auch: Leseprobe “Berliner Macht”.


Verschwörung an der Spree (26)

Dienstag, 03. Juli 2012 von Ulli

…Er stieß sie mit dem Lauf seiner Waffe vorwärts. Die geheime Tiefgarage wurde von klimaschonenden Neonröhren (nervenschonenden Klimaröhren) dämmrig-schummrig-schaurig erhellt. Sie gingen an den Limousinen vorbei.

- Nehmen wir den da!, sagte von Blaustücken.

Sie standen vor einem dunkelblauen Coupe. Ein schöner Wagen. Blaustücken zielte mit seiner Pistole (Wumm-Wumm-Wumm) auf den Kopf der schönen Kommissarin. Er blieb neben dem Coupe stehen und schlug, ohne sie auch nur für einen Atemzug aus den Augen zu lassen, mit dem Ellbogen die Scheibe des Wagens ein. Das Glas klirrte. Er öffnete die Beifahrertür.

- Bitte, Madam! Sie fahren!

siehe auch: Lektüreprobe “Berliner Macht”.


Verschwörung an der Spree (25)

Montag, 05. März 2012 von Ulli

…Geben Sie mir den Revolver, sagte er. Ich will ihnen nicht weh tun. Seine Stimme klang angenehm und melodisch. Fassen Sie ihn mit der linken Hand am Lauf.

Birgit Allenare folgte dem Befehl. Sie streckte den linken Arm aus und von Blaustücken riss ihr die Waffe aus der Hand. Sie hörte, wie er befreit aufatmete.

- Das ist Wahnsinn, sagte sie. Sie werden hier niemals rauskommen!

- Halten Sie den Mund!

-Sie wissen, dass ich recht habe!

- Hören Sie auf, mir Angst einreden zu wollen. Das ist lächerlich!…


Verschwörung an der Spree (24)

Freitag, 24. Februar 2012 von Ulli

…In dieser Sekunde hörte sie in ihrem Nacken das metallische Klicken. Sie erstarrt. Angst griff nach ihrem Herzen. Sie spürte seinen warmen Atem in ihrem Nacken. Von Blaustücken stand unmittelbar hinter ihr. Dann fühlte sie den den harten Druck des kalten Laufs seiner Pistole in ihrem Rücken. Er hatte sie herein gelegt wie eine blutige Anfängerin. Er hatte sie ausgetrickst, Sie war nicht cool genug gewesen. Sie hätte besser sein müssen. Sie machte sich Vorwürfe, blaue Vorwürfe, gelbe Vorwürfe. In ihrer Kehle würgte die Scham. Sie verharrte reglos, wagte kaum zu atmen….


Verschwörung an der Spree (23)

Montag, 13. Februar 2012 von Ulli

…Die schwere Metalltür öffnete sich langsam und die Kommissarin half mit dem Fuß ein wenig nach. Vorsichtig spähte sie in das Schummerlicht, erblickte den geheimen Teil der Tiefgarage des Paradieses. Zwei massige dunkle Mercedeslimousinen standen nur wenige Schritte von ihr entfernt. Sie lauschte. Nichts war zu hören außer der Weihnachtsmusik, die diese Welt mit süßlichen Klängen beschallte. Jetzt. Birgit Allenare hob den Revolver. Vorsichtig trat sie einen Schritt nach vorn….


Verschwörung an der Spree (22)

Freitag, 03. Februar 2012 von Ulli

…Die schöne Kommissarin hastete mit wehenden Haaren, hüpfenden Brüsten und fliegendem Atem die Treppe nach unten. Woher kannte von Blaustücken diesen Ausgang? Aus seiner Zeit beim Innenministerium? Stimmte es, dass viele öffentliche Gebäude ein geheimes Innenleben führten? Dass Strukturen existierten, die alles zusammen hielten und von denen dennoch kaum jemand wusste? Fünf Stockwerke in der Tiefe gab es eine schwere, graue Metalltür. Birgit Allenare zog ihre Dienstwaffe, einen Revolver der Chicagoer Mordkommission, den sie mit Sondererlaubnis führte, das Geschenk eines amerikanischen Freundes. Sie blieb neben der Tür stehen, regulierte ihren Atem und lauschte angespannt. Dann drückte sie die Klinge der Tür nach unten….


Entscheidung an der Spree (21)

Dienstag, 24. Januar 2012 von Ulli

…Der Versorgungsschacht führte schräg nach unten zu einem Treppenhaus tief im Bauch des Shopping-Paradieses. Auch hier war das Plastikgitter, mit dem er verschlossen war, aus der Verankerung gebrochen. Kommissarin Allenare kletterte in das Treppenhaus: Es war ein mindestens dreißig Meter tiefer, doch kaum zweieinhalb Meter breiter Schacht. Eine einfache Metalltreppe führte nach unten. Dieses Treppenhaus war in keinem Lageplan des Paradieses eingetragen. Es gab also tatsächlich diese geheimen Räume, über die bei der Kripo schon lange hinter vorgehaltener Hand gesprochen wurde: Die clandestine Rückseite der deutschen Biederwelt. Wie durch Watte hörte die schöne Kommissarin die Weihnachtsmusik, mit der draußen die Verkaufsflächen beschallt wurden: Rudolf, the rednosed raindeer


 

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