Leonard Cohens Bedeutung für die populäre Lyrik kann kaum überschätzt werden. Er schrieb Texte von suggestiver Kraft wie „Suzanne“ oder „So long Marianne“. Erinnert sei an „Bird on wire“ oder auch an das berühmte Lied über Janis Joplin und das „Chelsea Hotel“.
Viele Arbeiten Cohens entstanden in Griechenland, auf der kleinen, vor der Peleponnes gelegenen Insel Hydra. In den frühen sechziger Jahren kam der damals noch unbekannte kanadische Romancier und Lyriker auf Hydra an und musste sich angeblich aus Geldmangel mit dem einzigen Haus zufrieden geben, von dem aus man das Meer nicht sehen konnte. Hydra war unter Künstlern und Literaten nicht unbekannt. So war Henry Miller im Jahre 1939 während seiner Reise durch Griechenland auf der Insel gewesen und hatte sie in den glühendsten Tönen beschrieben:
„Hydra ist eine aus kahlem Felsen bestehende Insel… Die Stadt, die in der Form eines Amphitheaters um den Hafen herum ansteigt, ist makellos. Es gibt nur zwei Farben: Blau und Weiß, und das Weiß wird jeden Tag bis zum Straßenpflaster frisch getüncht. Die Häuser sind noch kubistischer angeordnet als in Poros. Vom ästhetischen Standpunkt aus ist es vollkommen, ist es der Inbegriff einer fehlerfreien Anarchie, die alles aufhebt, da sie alle herkömmlichen Anordnungen der Phantasie einschließt und darüber hinausgeht.“
(Henry Miller, Der Koloss von Maroussi, Reinbek bei Hamburg, 1965, S. 45)
Cohen blieb für mehrere Jahrzehnte auf Hydra. Zu diesem Thema finden sich viele interessante Infos und Fotos bei den Leonard Cohen Files.
Und es gibt sogar ein Interview mit Marianne Ihlen.
Siehe auch: Leonard Cohen “Das Lieblingsspiel”.
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